Archiv der Kategorie: ARCHIV

Villeroy & Boch

Status

Für die Zielgruppen „Profilierung“ und „Architektur Design“ wurden Kombinations-Sortimente entwickelt. Die Kalkulation der Keramik/Naturstein-Kombinationen und der Halbstandard-Produkte sowie die Zusammenstellung der Stücklisten ist schwierig und erfordert eine besondere Motivierung der Abwickler und der Berater beim Handel.

Realisierung

Zunächst wurde eine Schulungsmappe mit etwa hundert Seiten entwickelt, die Ideen für eine einfachere Kalkulation und Stücklistenerstellung enthält. Ein Extrakt der Schulungsmappe kam in die Preisliste. Die Schulung in den V&B-Infozentren führte ich gemeinsam mit dem V&B Produktmanager durch. Die Computer-Bildschirm-Version der Schulungsmappe habe ich im Acrobat-Format erstellt. Der Originaltext wurde in Acrobat Exchange mit Menüs bzw. Schaltflächen für eine interaktive Nutzung versehen und lässt sich im Originalformat ausdrucken.

Teekampagne

Eine Tüte macht die Runde‘, ‚Conrad Bölicke, damals Mitarbeiter der Teekampagne, hatte mich eingeladen, mit ihm eine ungewöhnliche Pressekampagne zum 10-Jahre-Jubiläum zu starten. Kennengelernt hatten wir uns nach meiner Reklamation einer Teesendung. Er brachte zu unserem ersten Treffen in Frankfurt einen Überraschungsgast mit, der schließlich für das schnelle Ende sorgte. Es war Manfred 4hlg., ein Studienkollege.

Über die Aussendung wird heute noch gesprochen. Sie bestand aus einem Ringbuch mit Texten von Prof. Faltin und mir. Dazu gab es 100 Gramm Darjeeling in der 1-Kilo-Tüte und Fotos auf CD. Das Motto „Eine Tüte macht die Runde“ basierte auf meiner Teekampagnen-Bekanntschaft – Gabi L., Fürstenfeldbruck, hatte uns die Teereste 1985 mitgebracht. Noch heute bestellen und trinken wir zu zweit 4-6 Kilo/Jahr.

Dyckerhoff-Weiss

Angefangen hat es mit einem Vortrag über Packungsdesign. Ich sollte die Vorschläge von namhaften Packungsdesignern bewerten und ging mit einem Auftrag für eine neue Heimwerker-Marke nach Hause: 100 Produkte in 20 verschiedenen Gebinden.

Danach habe ich Dyckerhoff auf die Möglichkeiten des Internets aufmerksam gemacht und bekam den Auftrag, 60 Domainnamen anzumelden. Die Homepage ließ nicht lange auf sich warten. Nach und nach übernahmen die einzelnen Firmen des Unternehmens diese Aufgabe.

Das von mir fürs Internet und für CD umgesetzte Zement-Handbuch wurde gar nicht erst gedruckt.

Die Homepage für Dyckerhoff Weiss habe ich gut 10 Jahre betreut. Zur Zeit bin ich für die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein und einige Unternehmen der Branche tätig.

Der aktuelle Job ist ein Film über die Bodenherstellung in der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, mit Terraplan (Transportbeton).

Swissair Regional

Status
Das Adressenmaterial war unbrauchbar, weil firmenorientiert. Der „Umweg“, über Basel, Genf und Zürich zu fliegen, sollte nicht als Nachteil empfunden werden.

Konzeption
Zunächst wurden in einer Direktwerbeaktion ein Jahr lang nur die Sekretärinnen von Führungskräften umworben, um die Adressaten tatsächlich zu erreichen. Ziel war deshalb, in Großunternehmen alle Abteilungen und Divisions zu gewinnen. Danach wurden die Geografie-Kenntnisse der Vielflieger verbessert. Weil Neapel auf der Höhe von New York liegt, ist der Flug über die Schweiz kein Umweg. Das Motto deshalb:

FLIEGEN SIE MIT SWISSAIR.
DIE GROSSE WEITE WELT
LIEGT SOWIESO SÜDLICH DER ALPEN.

In der dritten Stufe wurden die aktuellen Angebote vorgestellt.

Online-Druckkalkulation

Der Inhaber Winfried Rothermel hat Michael Schmidt-Maier und mich beim Wort genommen: Alles geht. Also wurde für ColorDruck Leimen die erste Druck-Kalkulation mit Sofortergebnis im Internet entwickelt. So stand es im Deutschen Drucker. Viele haben es bestritten. Keiner hat das Gegenteil bewiesen.

Die Druckbranche ist meine zweite Heimat, oder gar die erste. Denn ich habe im Grafischen Gewerbe gelernt, um Grafik-Design zu studieren. Nach dem Studium hatte ich in Werbeagenturen naturgemäß mit Druckereien zu tun, wobei immer wieder ColorDruck/Leimen dabei war. Winfried Rothermel, der Inhaber, hat dann bei den ersten Schritten ins Internet geholfen. Leider kamen nach einem Gespräch mit Hartmut Mehdorn, damals Vorstand bei Heidelberger Druckmaschinen, das Projekt Printernet nicht voran.
Im Prepress-Handelshaus Chromos habe ich mit Text und Gestaltung geholfen, Trommelscannern, Belichtern und Softwaresystemen den Weg von proprietären zu offenen Systemen zu ebnen.

Die Aachener TeX-Seminare und die Publikationen von Ronald Knuth verhießen die Lösung aller Probleme, die Satzgestalter am Computer hatten. Längst vor der Einführung von Pagemaker, QuarkXPress, Ventura und InDesign konnte man besser setzen, als an jeder Maschine – nicht nur Formelsatz.

Heute verbindet mich nur noch die Online-Kalkulation mit der Branche, für die seinerzeit der Domainname printernet.de geordert wurde.

Dasag

Die Homepage der Dasag Objekt-Vertriebs-GmbH wurde nach dem Layout der polnischen Site neu erstellt. Die Flash-Navigation habe ich durch eine PHP/MySql-Lösung ersetzt. Im Gegensatz zum bisherigen Auftritt, in dem Muster und Informationen angeboten wurden, stehen die Anwendungsbeispiele und Referenzen im Vordergrund. Die Musterbestellung wurde entsprechend dem größeren Plattenangebot erweitert und mit vergrößerbaren Abbildungen bestückt. Die Bestellungen (Original- und Handmuster) werden in einer Datenbank festgehalten, die Handelsvertreter werden automatisch informiert.
Seit 2014 wird die Website von einer polnischen Agentur betreut.

Dyxit Packungsdesign

Aufgabe
VerPackungsgestaltung für ein neues Programm hochwertiger Ausbauprodukte für den Selbermacher. Zum Wettbewerb wurde ich eingeladen, um die Arbeit der präsentierenden Designbüros zu beurteilen. Daraus wurde ein Auftrag für die Entwicklung der kompletten Ausstattung mit vielen verschiedenen Gebinden.

Konzeption
Zunächst habe ich die Erscheinungsbilder der Wettbewerbsprodukte analysiert, um festzustellen, welche Grundgestaltungen am Markt besetzt sind. Das Ergebnis zeigte, daß u.a. die Diagonale unbesetzt war, die im X des Produktnamens DYXIT steht. Die Kombination der Diagonalen und des Produktnamens ergab ein wirkungsvolles und variables Grunddesign.

Dieses Grunddesign mußte nun auf allen Gebindeformen (Sack, Tüte, Eimer, Dose, Kanister) und in unterschiedlichsten Bild- und Farbvariationen wiedererkennbar sein, d.h. die Gestaltfestigkeit des Grunddesigns mußte sich überall bestätigen, um eine optimale Markenpräsentation zu gewährleisten. Aufgrund der Systematik und der Designergebnisse erhielt ich meinen ersten Auftrag für Packungsgestaltung, den ich in Zusammenarbeit mit dem Grafik-Designer Hans Wendel ausführte.

Anschlußaufträge: Verkaufsförderungsaktionen, Werbung und Messegestaltung für Dyxit und für Ispo (heute Sto).

Klingenberg-Dekoramik

Thomas Ackermann, den ich bei Clar-Compton in Heidelberg kennenlernte, holte mich als freien Mitarbeiter nach Trennfurt. Wir waren befreundet, ich hatte nicht angefragt. Das habe ich auch sonst nie gemacht. Die Zusammenarbeit war spannend, wenn auch nicht immer erfolgreich, denn die Ansprüche an den Verkauf waren extrem hoch.

Es wurde nämlich nicht nur Standardware hergestellt. Mit einer einzigartigen Fliesenserie (Quadrat, Dreiecke, Rechtecke, 56 Farben, 40 davon glasiert) – von Friedrich Ernst von Garnier creiert – wurden viele U-Bahnhöfe im Frankfurter Raum und in Nordrhein-Westfalen ausgestattet, jeder ein Unikat. Da niemand so originelle Wandlandschaften umsetzte wie von Garnier und viele Fliesenleger passten, geriet das Programm in Vergessenheit.

Ein anderes außergewöhnliches Projekt war die Kompaktkachel, die es Do-it-Youselfern erlaubte, einen Warmluft-Kachelofen zu bauen. Auch hier war der Außendienst auf die Dauer überfordert.

Meine Arbeit:
Fachanzeigen (Konzept, Gestaltung, Text, Satz)
Prospekte (Text, Gestaltung, Produktion)
Diaschauen (Konzept, Text, Grafik, Fotos, Überblendtechnik)
Handbuch Selbstbau (Recherche, Text, Illustration, Foto, Satz, Produktion)

CarPool

Ich habe zunächst das Corporate Design entwickelt – mit Logo, Automaten, Cards, Prospekten und Plakaten für die ersten CarPools in Hamburg und Wiesbaden – und dann eine Mini-Homepage. Die nächsten Schritte ging die Beteiligungsgesellschaft der Lufthansa allein.

Hase und Igel im Büro

Klassischer Zeichentrickfilm (20 min) für das selbstdurchschreibende Papier Idem von Wiggins.
Angeregt von G. Nellen, Wiggins Teape, Wiesbaden
Drehbuch und Regie: Dietmar Liste, Frankfurt
Key visuals: Hans Wendel, Oberursel
Animation: Janos Katona, Budapest
Produktion: vip, Klaus Schäfer, München

„Stellen wir uns mal vor, Hase und Igel würden heute ihren Wettlauf veranstalten. Im Büro zum Beispiel. Da gibt es ja auch Hase-Typen und Igel-Typen. Die einen arbeiten mit den Beinen, die anderen mit dem Kopf …


Sehen wir uns also zuerst einmal den Igel an. Wo der Igel auftritt, hinterlässt er einen guten Eindruck nicht nur einfach, sondern mehrfach, denn Igel arbeiten mit Köpfchen und mit selbstdurchschreibendem Papier, mit Idem-Papier …


Dabei entstehen hervorragende Durchschriften. Vom ersten bis zum letzten Blatt des Satzes gibt es ein randscharfes Schriftbild. Acht Papierfarben stehen zur Auswahl …


Einen guten Eindruck können Igel übrigens auch auf leisen Sohlen machen. Selbst mit einem müde gewordenen Farbband oder einem nicht richtig justierten Drucker sind die Durchschriften auf einem guten sd-Papier wie Idem immer noch Spitze …


Im leistungsfähigen Matrixdrucker kann man also einen Schlag sechsfache Arbeit leisten, damit sind Igel sechsmal schneller als Hasen …


Die Qualität der Durchschrift kommt also nicht nur vom Drucker, auf das Durchschreibsystem kommt es an. Mit einem System, das wenig bewirkt, erreicht man auch in hohem Tempo mit roher Gewalt wenig …


Bei Igel-Typen landet sowas im Papierkorb. Denn Zahlen, die man nicht lesen kann, kosten unter Umständen ein Vermögen. Igel lassen es laufen. Wie Idem-Papier, das ja auch den Wettlauf um das meistgekaufte selbst- durchschreibende Papier Europas immer gewinnt …


über den Endlostraktor oder im Einzelsatzeinzug läuft Satz für Satz einwandfrei. Wenn das Papier reicht, könnte das so Tag und Nacht gehen ohne Papierstau, mit gerade laufenden Sätzen, ohne Qualitätsverlust. Hasen könnten dabei nicht ruhig schlafen …


Hasen versuchen mit allen Mitteln, besser zu sein. Sie sind ständig unterwegs zum Fotokopierer. Doch was nützt es, wenn man erst rennt und dann wartet. Was man selber schreibt, braucht man eigentlich nicht zu kopieren …


Da muss man die Blätter nicht mehr zusammentragen. Man bekommt ganze Sätze fix und fertig aus dem Drucker, mit verschiedenfarbigen Kopien und mehrfarbig gestaltet …


Der Fotokopierer macht ca. 30 Kopien in der Minute. Durch Laufen und Warten geht wieder Zeit verloren und durchs Sortieren natürlich auch. Fotokopiert wird mit einer einzigen Papiersorte, Was dabei herauskommt ist niemals original wie beim Selbstdurchschreiben …


Ein Hase kommt selten allein. Da ist zunächst der Doppelt- und Dreifach-Hase, der – wie sein Name schon sagt – ein Blatt nach dem anderen bedruckt. Alle Seiten sind gleich gestaltet. Moderne Büroorganisation kann das nicht sein …


Arbeitet der PC-Hase vielleicht schon rationeller oder verliert er die Zeit, die er mit dem Computer gewinnt beim Ausdrucken? Lauf- und Wartezeit gibt es nicht. Auch er muss zusammentragen. Und er kann nur mit eine Papiersorte und eine Papierfarbe arbeiten …


Igel haben also allen Grund zur Freude. Sie arbeiten mit Idem-Papier in der Schreibmaschine, im Typenraddrucker und im Nadeldrucker …


Fassen wir zusammen: Mit Idem bekommt man viele Durchschläge quasi umsonst. Alle Durchschriften sind Originale, nichts ist manipulierbar. Durchschreibsätze können mehrfarbig gestaltet werden. Acht Papierfarben stehen in verschiedenen Gewichten zur Verfügung …


Soviele Vorteile kann man nicht übersehen und deshalb wird sd-Papier immer selbstverständlicher. Dass Igel und Idem dabei soviele Freunde haben, ist also kein Zufall.

[ Ende ]

Die Produktion des Zeichentrickfilms für den Papierkonzern Wiggins Teape, heute Arjo Wiggins, in Ungarn mit dem Team Janos Katonas ist durch nichts zu überbieten. Weil Ildeco Tacaz, die Übersetzerin, einen anderen Film wollte, musste Janos Hase und Igel spielen, damit ich sicher war, dass er mich verstand. Und Janos, der später ein Jahr bei mir wohnte, war der beste Igel, den ich je kennengelernt habe.